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Ein klitzeklein(es) Blog

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    Duttfrolleins im Kuchenglück – Ein „Fein gedacht“-Interview mit Dani Klein und Jessi Hesseler

    28. Mai 2014

    Dani Klein („Ein klitzeklein(es) Blog„) und Jessi Hesseler („Törtchenzeit„) gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Foodbloggerinnen. Buchautorinnen sind sie außerdem, und wer ihre Blogs liest, hört immer wieder den leisen Sehnsuchtsseufzer nach einem eigenen Café.

    Am kommenden Samstag, dem 31. Mai, wird dieser Traum ein klitzekleines bisschen wahr. Dann poppt in Köln-Ehrenfeld „Duttfrolleins Pop Up Bakery“ auf und die „Duttfrolleins“ verkaufen für drei Stunden in der „Van Dyck Rösterei“ ihre köstlichen Kreationen – von „Death by Chocolate“-Cupcakes bis zum „kleinen Rhabarberglück“.

     

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    Zwischen Kuchenteig rühren und Frosting kreieren habe ich die beiden fürs „Fein gedacht“-Interview erwischt. Woher der Name „Duttfrolleins“ kommt und was Pommesgewürz in Zimtschnecken zu suchen hat – lest selbst.

    Hinter jeder guten Geschäftsidee steht ein fein gedachtes Konzept. Manchmal aber ist es auch nur ein feiner Zufall, der zum Erfolg führt.

    Wie war bei der „Duttfrollein Pop Up Bakery“ , Dani und Jessi? Wie ist die Idee entstanden?

    Dani Klein: P(l)op(p) war `se da! Aber tatsächlich war es Jessi, die mich in dieses wundervolle Vorhaben verstrickt hat. Die Idee mit der Rösterei kam von mir, denn bei Van Dyck gibt es den besten Cappuccino der Stadt. Zum Glück sind die beiden Besitzer genau so törtchenverrückt wie wir und waren sofort an Bord. Und mal im Ernst, Törtchen & Kaffee darf man einfach nicht trennen.

    Jessi Hesseler: Ich hatte irgendwann die Idee und wusste: Es gibt nur eine, mit der ich dieses kleine Träumchen umsetzen kann und zack, war Dani an Bord. Van Dyck bietet uns die perfekte Location, den besten Kaffee der Stadt, ein tolles Veedel, in dem Leute wohnen, die für Ungewöhnliches offen sind und eine Location, die zum Verweilen einlädt.

    Ihr beiden träumt schon lange von einem gemeinsamen Café. Was seht ihr vor Augen, wenn ihr euch in eurem Café vorstellt?

    Dani Klein: Vor meinem inneren Auge existiert es bereits, doch das Wichtigste ist, dass sich die Menschen dort wohlfühlen und die Luft stets von frischem Kuchenduft geschwängert ist. Hach.

    Jessi Hesseler: Das sowieso. Optisch stelle ich mir kleines, aber feines Café mit viel Holz, tollen Tischen, ein paar pastelligen Accessoires, viel Blumen und den schönsten Schiefertafeln vor, auf denen wir unsere Klassiker und täglich wechselnde Angebote niederschreiben könnten, hach, das wär was!

     

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    Eure Blogs sind die pure Perfektion, perfekte Köstlichkeiten, perfekte Fotos – seid ihr Perfektionistinnen oder ist das „nur“ eure berufliche, eure Blog-Seite?

    Dani Klein: Wenn ich hier behaupten würde, ich sei eine Perfektionistin, würde mein Mann sein Leben lang nicht mehr aufhören können zu lachen. Ich bin so ziemlich genau das Gegenteil, aber das scheine ich ganz gut verbergen zu können, thihi.

    Jessi Hesseler: Das ist auch bei mir so. Wenn ich gebacken habe, wünsche ich mir oft eine Küchenfee herbei, die das Chaos wieder bereinigt. Tatsächlich schaffe ich es gerade, auf dem Bildausschnitt das Chaos zu beseitigen, aber von „perfekt“ bin ich weit weg. Ein Spiegelbild meines chaotischen Daseins zeigt meine Handtasche, man behauptet, dass ich damit drei Monate auf einer Insel überleben könnte.

    Euch scheint alles zu gelingen, ihr seid erfolgreiche Bloggerinnen und Buchautorinnen und ich wage mal die Prognose, dass am Samstag nicht ein Kuchenkrümel übrig bleiben wird. Gibt es trotzdem berufliche Dinge, die auch mal schief gehen? Wie geht ihr damit um?

    Dani Klein: Ich habe nach meiner Elternzeit den Arbeitgeber gewechselt und Dank der irgendwie übriggebliebenen Stilldemenz war es zunächst eine klitzekleine Herausforderung. Zum Glück hilft mir , dass ich ganz gut über mich selber lachen kann und so lässt sich manches Fehlerchen schnell vergessen.

    Jessi Hesseler: Ach klar! Auch mir misslingen Sachen, die ich backe und die einfach nicht gelingen. Da hilft nichts, außer: Nochmals probieren oder schlicht und einfach was anderes backen. Ich lache da drüber, wie verrückt wäre es denn, wenn immer alles gelingen würde? Einmal habe ich Zimtschnecken statt mit Zimt mit Pommesgewürz gebacken, weil die Gewürzpackung die gleiche Farbe hat. Heute ist aus dem Missgeschick meine lustigste Küchenstory geworden.

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    Welche Träume und Ziele habt ihr, wohin soll die Reise gehen?

    Dani Klein: Momentan mag ich mein Leben so, wie es ist. Ich genieße es, Sicherheiten zu haben, wie meine Familie und meinen Job, aber auch manchmal ausflippen zu dürfen und zum Beispiel eine „Pop Up Bakery“ mit meinem liebsten Duttfrollein zu eröffnen.

    Jessi Hesseler: Ach, ich könnte ewig weiter Bücher schreiben, es ist so was Feines, diese Möglichkeit gehabt zu haben und sich so zu verwirklichen. Aber auch die „Pop up“ ist ein großer Traum, der jetzt in Erfüllung geht. Jenseits von Backen & Bloggen wünsche ich mir viele tolle Reisen, rund um den Planeten, ich liebe es, unterwegs zu sein! Und irgendwann möchte ich eine alte Vespa haben – in meiner Törtchenzeit-Lieblingsfarbe Mint, versteht sich.

    Und die letzte Frage: Wer hat eigentlich den Namen „Duttfrollein“ geprägt?

    Jessi Hesseler: Ich glaube tatsächlich, dass der von uns selbst kommt. Ich hab Dani schon immer „Frollein“ genannt und irgendwann kam unsere größte Gemeinsamkeit, der Dutt, dazu. So entstand unser gemeinsames Synonym.

    Vielen Dank für das Gespräch, Dani und Jessi!

    Dani im Netz: Ein klitzeklein(es) Blog, Facebook, Twitter, Instagram

    Jessi im Netz: Törtchenzeit, Facebook, Twitter, Instagram

    Bücher: „Törtchenzeit – All you need is sweet„, „Klitzekleine Glücklichmacher„, „DAYlicious

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